Meine Ziele 2016

„Man nimmt sich eigentlich viel zu selten Zeit, um sich zu überlegen, was man eigentlich wirklich will“

Nachdem ich diesen Satz geschrieben habe, merke ich gerade, wie blöd dieser überhaupt ist. Warum? Weil dieser Satz im Prinzip genau mein Problem beschreibt. Und zwar im doppelten Sinne.

Da überlege ich mir (es ist übrigens gerade 4.30 Uhr am Sonntagmorgen, ich liege im Bett und tippe auf meinem iPad) einen Blogartikel über meine Ziele zu schreiben und fange mit diesem Satz an. Wenn ich einen Artikel schreibe, mache ich mir vorher keinen großen Plan, sondern schreibe einfach drauflos. Aber heute bin ich nach dem ersten Satz richtig ins Stocken geraten.

In den Satz taucht zweimal das Wort „eigentlich“ auf. Und genau das beschreibt im Prinzip eines meiner Probleme und ist damit auch eines meiner Ziele für 2016: Nicht so viel „wenn und aber“ oder „eigentlich“, sondern Machen! Ich bin in vielen Dingen zu unentschlossen, schiebe sie auf die lange Bank oder sitze die Dinge häufig aus. Das ist zwar hier und da der bessere Weg, macht mich selbst aber insgesamt extrem unzufrieden. Also werde ich die Dinge zukünftig direkter und schneller anpacken. Nicht unüberlegt, aber schneller eine Entscheidung treffen. Denn wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, ist der Punkt für mich erledigt und ich kann ihn von meiner To-Do-Liste streichen (die bei mir immer viel zu lang ist).

Genauso beschreibt dieses „eigentlich“ auch, dass ich zu viel Rücksicht auf Andere nehme und zu wenig an mich selbst und an meine Ziele denke. Das heißt natürlich nicht, dass ich jetzt nur noch mein Ding ohne Rücksicht auf Verluste durchziehen werde, egal was kommt. Aber eines meiner weiteren Ziele für 2016 ist es auch, dass ich mehr auf mich selbst achten und die Dinge tun werde, die mir gut tun und nicht immer nur den Anderen. Ich kann es eben nicht allen Recht machen und will es auch nicht mehr. Ein gewisses Maß an Egoismus ist mir auch erlaubt.

Das sind schon einmal zwei Ziele, die ich mir für mich persönlich vorgenommen habe. Es ist unheimlich wichtig, dass man sich in regelmäßigen Abständen hinsetzt und überlegt, was man (=ich) wirklich will. Das habe ich in der Vergangenheit definitiv viel zu selten und zu inkonsequent gemacht. Nach dem Motto „Wer nicht weiß, wo er hin will, darf sich nicht wundern, wenn er nicht ankommt“.

Das letzte Jahr war für mich definitiv ein Wendepunkt. Nicht nur, dass ich 50 geworden bin und sich privat bei mir eine Menge getan hat, sondern auch, dass ich mir grundsätzlich überlegt habe, wie es beruflich für mich weitergehen soll. Ich hatte bis dahin keine richtigen Plan, keine Strategie für mein Unternehmen NOT REAL! medien design. Die Aufträge wurden einfach so abgewickelt, wie sie reinkamen. Das ist inzwischen anders. Ich habe inzwischen schon Aufträge abgelehnt, weil sie meiner Meinung nach nicht mehr zur Ausrichtung des Unternehmens passten. Das ist mir im ersten Moment sehr schwer gefallen, kurz danach war ich aber sehr erleichtert. Ein gutes Gefühl!

Und was sind Deine Ziele für 2016 (neben den üblichen „Äußerlichkeiten“ wie mehr Sport, gesündere Ernährung usw.)? Schreibe sie doch hier unten in den Kommentar zu diesem Artikel (bitte nicht in die Facebook-Kommentare). Ich werde dann in einem halben Jahr mal bei Dir nachfragen… 😉

7 Kommentare

  1. Hi Carsten,
    mich begleitet seit 2 jahren ein Zitat das jeden Tag aus neue eine Herassforderung ist

    „‎Lebenskunst ist die Kunst der überlegten Weglassung, bei der ich mich bewusst auf das Wesentliche beschränke. Ich schaffe nicht alles, was mich lockt und interessiert. Ich muss mich immer wieder neu entscheiden, was wirklich wesentlich ist.“ (Thomas Härry)‎

    Wünsche Dir viel Erfolg dabei
    Michael

    • Hallo Michael,
      danke für Deinen Kommentar. Genau das ist der Punkt: Beschränkung auf das Wesentliche. Klappt nicht immer, aber hoffentlich zukünftig immer mehr.

      Auch Dir ein gutes 2016.
      Carsten

  2. Hallo Carsten,
    mein primäres Ziel für 2016 ist, dass ich mich gedanklich und energetisch mehr auf meine Tätigkeit konzentriere, mit der ich meine Brötchen verdiene. Das heißt u.a. auch, dass ich mein Engagement als regionaler XING-Ambassador zwar nicht von heute auf morgen auf Null herunterfahre, aber in gewisser Weise ist es nun an der Zeit, meine Kenntnisse und Erfahrungen im Networking professionell für mich selbst anzuwenden und nicht mehr nur den Leuten meine Sicht vom „richtigen“ Netzwerken quasi aufzudrängen.
    Ein weiterer kausaler Grund für dieses Ziel ist, dass ich die Zeit spätestens ab Mitte des Jahres mit meiner dann entstehenden kleinen Familie verbringen möchte statt auf all den Events, zu denen man so in unserer Netzwerker-Funktion eingeladen wird. Soll heißen, nicht mehr auf zu vielen Hochzeiten tanzen,sondern die rosinen herauspicken.
    Freue mich auf unser Gespräch Ende Juni – ob live in Hamburg, telefonisch oder auf anderem medialem Weg.
    Bis dahin Dir viel Erfolg beim Folgen Deiner Ziele!

    Entspannte Grüße von der Donau,
    Christoph

    • Hallo Chistoph,

      schön von Dir zu lesen. 🙂
      Das mit der Ambassador-Tätigleit ist ein schwieriges Thema, wobei ich es in dem vergangenem Jahr etwas ruhiger laufen gelassen hatte und mir für dieses Jahr wieder mehr Networking vorgenommen habe. Liegt aber auch an meinem neuen Projekt http://www.businessimpulse.net, das am 18.01. offiziell startet. Ich werde berichten.
      Entscheidend ist aber, dass jeder sich seine Ziele setzt und diese dann auch wirklich ernsthaft verfolgt.Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinen beruflichen Zielen.

      Beste Grüße aus Hannover
      Carsten

  3. Mein großes Ziel für 2016 ist, Stressfaktoren auszuschalten. Mich von Dingen und Menschen, die mir nur Energie rauben und nichts zurückgeben, zu trennen. Habe ich letztes Jahr schon begonnen. Das Gefühl der Befreiung ist sehr schön und schärft den Blick auf das Wesentliche. Und ich muss mich mehr um mich kümmern…sonst tut es keiner 😉

    • Hallo Claudia,

      das war auch meine große Erkenntnis Mitte 2015. Ich habe dann auch sofort mit der Umsetzung angefangen, bin aber won meinem Wunschziel diesbezüglich noch ein ganzes Stück entfernt. Aber auf einem guten Weg. Und das ist ein guter Anfang!

      Liebe Grüße
      Carsten

  4. Hallo Carsten,

    Deine Blogbeiträge in letzter Zeit haben bei mir auch einen Denkprozess in Gang gesetzt. Danke dafür:-). Ich lasse mich immer noch zu viel ablenken, von Facebook, Spiegel Online, Xing und Co.

    Und auch ich habe das Problem, dass ich immer nur für andere da bin. Es ist sind immer dieselben, die schon zu Kindergartenzeiten der eigenen Kinder immer hinter dem Grill gestanden haben, die in der Schule bei jedem Fest oder Event der Kinder engagiert waren, die im Sportverein mit den Kindern (anderer Leute) an jedem Wochenende in einer anderen Sporthalle oder auf einem anderen Sportplatz abgehangen haben. Und es sind auch immer dieselben Menschen, die genau wissen, wie man das alles hätte besser machen können ohne je einmal etwas wirklich besser (oder überhaupt) gemacht zu haben. Eigentlich habe ich immer gesagt, es ist Schicksal zu der einen oder der anderen Gruppe zu gehören. Aber das stimmt nicht. Wir Engagierten müssen auch mal Nein sagen. Und die Kritiker in die Pflicht nehmen. Das ist ein Vorsatz, den ich gern in die Tat umsetzen würde. Ich nehme ständig so viel Rücksicht auf andere, eigentlich unfassbar…

    Auch ich muss mich mehr auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. Das war ein großes Problem während meiner DDV-Zeit (Vizepräsident; netto 53 Tage hat mich das im letzten Jahr gekostet) Aber das bereits begonnen und es hat zu befriedigenden, uns langfristig beschäftigenden Aufträgen geführt, die mein Unternehmen nachhaltig positiv verändern werden. Auch wenn Rückschläge einzukalkulieren sind.

    Liebe Grüße

    Dirk

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